Hin und wieder gibt es diese seltenen Podcast Momente, in denen man plötzlich merkt, wie sehr einen eine Stimme zurück in eine andere Zeit ziehen kann. Genau das ist mir passiert, als ich die Call her Daddy Folge mit Taylor Momsen gehört habe. Eine ruhige Nachmittagspause, Kopfhörer rein, und auf einmal war ich wieder mitten in der Upper East Side, obwohl ich längst erwachsen bin und mich eigentlich nicht mehr so leicht in Seriennostalgie verstricken sollte. Aber ja, offensichtlich tu ich es noch immer, fast ein bisserl peinlich.
Taylor erzählt in dieser Folge mit einer ungewohnten Offenheit von ihrem abrupten Ausstieg aus Gossip Girl. Ich wusste, dass sie damals raus wollte, aber wie sehr sie sich eingeengt fühlte, war mir nie klar. Dass sie sogar als undankbar abgestempelt wurde, nur weil sie für ihre Musik kämpfen wollte, wirkt im Nachhinein fast absurd. Und trotzdem bleibt sie ruhig, reflektiert, irgendwie gefasst. Man hört richtig, wie sehr sie sich seit damals verändert hat.
Besonders spannend fand ich die Passage, in der sie darüber spricht, wie Josh Schwartz und Stephanie Savage ihr letztlich geholfen haben, aus dem Vertrag zu kommen. Es ist selten, dass man solche Einblicke bekommt. Und obwohl sie längst Teil der Rockwelt ist, spürt man, dass Gossip Girl für sie ein Kapitel bleibt, das man nicht einfach zuklappt.
Und ganz so nebenbei. Sie schaut aktuell unglaublich fit aus, wenn man sich das neue Foto auf ihrem Instagram ansieht. Irgendwie strahlt sie mehr als früher, ein bissl freier, ein bissl echter. Vielleicht bilde ich mir das ein, aber ich glaube, Musik hat sie wirklich zuhause ankommen lassen.